Harburger Klimaschutzkonzept

Das integrierte Klimaschutzkonzept für den Bezirk Harburg ist beschlossene Sache. Der Hauptausschuss, der stellvertretend für die Bezirksversammlung getagt hat, hat das Konzept mit großer Mehrheit angenommen. Klimaschutz hat in Harburg offenbar einen wichtigen Stellenwert. Jetzt kommt es darauf an, dass die beschlossenen Maßnahmen auch zügig von der Verwaltung umgesetzt werden.

Mit den sechs Handlungsfeldern Klimafreundliches Bezirksamt, Stadtentwicklung, Energie, Mobilität, Wirtschaft sowie Kommunikation und Vernetzung wird dieses Konzept das Rückgrat vieler Aktivitäten des Bezirksamtes in den nächsten Jahren sein. Koordiniert werden alle Maßnahmen von einer neu gegründeten Abteilung Klima und Energie.

„Wir begrüßen das integrierte Klimaschutzkonzept für Harburg ausdrücklich“ so Dr. Corine Veithen, Vorsitzende des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz. „Wir werden die Umsetzung des Konzeptes und der Maßnahmen im Ausschuss eng begleiten und freuen uns, dass Harburg seinen Beitrag zur notwendigen Reduktion der Treibausgasemissionen leisten wird“.

Jürgen Marek, Stellvertretender Vorsitzender der GRÜNEN Fraktion und  Fachsprecher für Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz ergänzt: „Ein gutes bezirkliches Klimaschutzkonzept  muss von Anfang  an auch den Gesichtspunkt von Klima- und Umweltkommunikation in den Fokus stellen, wenn wir es mit Leben füllen und die Harburger Bürger*innen mitnehmen wollen. Wir begrüßen daher ausdrücklich die Einbeziehung von offenen Beteiligungsformen wie Bürger*innenräte und Klimawerkstätten und bitten die Verwaltung hier rasch umsetzbare Konzepte vorzulegen, die die Bevölkerung in Harburg in die Umsetzung der Maßnahmen mit einbezieht und nicht nur informiert. Dazu regen wir auch an, die Gestaltung von Netzwerken bei der Entwicklung  des  Konzeptes  zu verstärken:  eine systemisch gestaltete Kooperation mit den bereits bestehenden  vielfältigen Akteuren zu Klima- und Umweltschutz im Bezirk sollte genutzt und intensiviert werden“.

In einer Beschlussergänzung, die wir gemeinsam mit der SPD im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz vorgelegt hatten, wird die Bezirksverwaltung aufgefordert, ein Klimaschutzmanagement und das dazu notwendige Controlling aufzusetzen um das Konzept auch zügig und ambitioniert umzusetzen. Außerdem hat der Ausschuss einige Punkte beschlossen, welche die Bezirksverwaltung bei der Umsetzung des Konzeptes berücksichtigen soll. Zu den im Konzept beschriebenen Handlungsfeldern soll zum Beispiel die „Grüne Infrastruktur“ hinzukommen. Der Ausschuss fordert die Bezirksverwaltung auf, bis spätestens Ende des Jahres passende Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung von Kohlenstoffsenken zu erarbeiten. Bezüglich der Mobilität fordert der Ausschuss die Verwaltung auf, bestimmte Maßnahmen prioritär zu behandeln. Beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur sei zum Beispiel ein besonderer Fokus auf das gerade beschlossene Radnetz Harburg und die kurzfristig umsetzbaren Streckenabschnitte des Radschnellwegenetzes zu legen. Das Mobilitätsthema ist ein deutlicher Schwerpunkt des Konzeptes. Daher fordert der Ausschuss, dass die bereitgestellten Stellen zumindest teilweise der Tiefbauabteilung und der konkreten Planung von Fußweg- und Radverkehrsverbesserungen zugutekommen.

Eine weitere Bitte des Ausschusses an die Verwaltung: Die  Harburger Bevölkerung sollte nicht nur informiert, sondern auch rasch in die Umsetzung der Maßnahmen mit einbezogen werden. Die Bürger*innen sollen zu tragenden Säulen in der Umsetzung von Klimaschutz und Klimaanpassung gemacht werden. Denn sie seien die Schlüsselakteure bei der langfristigen Umsetzung eines nachhaltigen Klimakonzeptes.

Außerdem fordert der Ausschuss die Durchführung einer Stakeholderanalyse sowie dass alle Maßnahmen zügig zu priorisieren sind und dass ein konkreter Arbeitsplan für die nächsten Jahre vorgelegt wird. Einmal im Quartal soll die Verwaltung zudem im Ausschuss über die Umsetzung des Klimaschutzplanes informieren.

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