Ab dem 4. August fährt hvv hop im ganzen Bezirk Harburg. Der On-Demand-Service mit den sympathischen weißen E-Autos im Stil Londoner Taxis war bislang nur im Kerngebiet Harburg verfügbar. Ab August können auch die Menschen in Süderelbe ein „hop“ bestellen. hvv hop ist eine Ergänzung des ÖPVN-Angebots für die sogenannte „letzte Meile“. Voraussetzung für die hop-Nutzung ist daher ein hvv- oder Deutschland-Ticket. Für einen kleinen Aufpreis von 2 Euro kann man dann mit einem hop-Fahrzeug beispielsweise von einer S-Bahn- oder Bushaltestelle nach Hause fahren. „Die hop-Ausweitung nach Süderelbe haben wir schon lange gefordert. Wir freuen uns sehr, dass sie nun kommt“, sagt Britta Ost, Abgeordnete der Grünen in der Bezirksversammlung Harburg. „Gerade in weniger dichten Gebieten sind On-Demand-Angebote zukunftsfähiger Mobilitätsservices, die den klassischen ÖPNV ergänzen“, fügt ihr Kollege und Co-Fraktionsvorsitzender Michael Sander hinzu. „So haben die Menschen passgenaue Mobilitätsangebote, wann und wo sie sie gerade brauchen.“ In Zukunft wird es zwei Bediengebiete im Bezirk Harburg geben:
Das bisherige Bediengebiet „Harburg-Ost“ umfasst die Stadtteile Neuland, Wilstorf, Rönneburg, Harburg, Langenbek, Sinstorf, Gut Moor sowie Marmstorf, Eißendorf und Heimfeld. Das neue Bediengebiet „Harburg-West“ umfasst die Stadtteile Altenwerder, Cranz, Francop, Hausbruch, Moorburg, Neuenfelde und Neugraben-Fischbek.
Auch die Bürgerschaftsabgeordnete für Süderelbe, Gudrun Schittek, begrüßt die Angebotserweiterung sehr: „Das bietet ein wichtiges, zusätzliches Angebot in den Randgebieten von Neugraben und Neuwiedenthal, die bisher noch nicht gut angeschlossen sind. Besonders die lange Versorgungsdauer – Montag bis Donnerstag von 4 bis 1.30 Uhr und am Wochenende durchgängig von Freitag 4 Uhr bis Sonntag 24 Uhr – ist eine wichtige Verbesserung der Verkehrsanbindung in der äußeren Stadt in den frühen Morgen- und den Abendstunden.“ Einen Wermutstropfen sieht sie für die Dörfer im Hamburger Alten Land: „Leider ist Finkenwerder nicht im Gebiet enthalten. Das bedeutet für die Bewohnerinnen und Bewohner in Cranz und Neuenfelde, die auf den Bus 150 aus Altona und die Fähren in Finkenwerder im ÖPNV angebunden sind, dass hvv hop nur an der Haltestelle „ Am Genter Ufer“ in Waltershof oder über die S-Bahn Neugraben erreichbar ist. Es wäre notwendig, Verknüpfungspunkte an der Haltestelle „Finkenwerder Landungsbrücken“ und bei „Airbus Kehre“ einzurichten. Dann hätte man die Möglichkeit der Weiterfahrt, besonders dann, wenn der Bus 150 bei Stau im Elbtunnel nicht zuverlässig fahren kann und oft bei Airbus Kehre endet und die Weiterfahrt nach Neuenfelde und Cranz ausfällt.“
