Kinder der Elfenwiese sollten im Mittelpunkt stehen

Ein ungewohntes Bild bot sich am Dienstagabend im Rathaus, als die Demonstrierenden für den Erhalt der KITA Elfenwiese der Bezirksversammlung beiwohnten. Ebenso ungewöhnlich verlief auch die Antragsabstimmung im Anschluss an die Debattenbeiträge, als sich Grüne und Linke während der Sitzung auf einen Änderungsvorschlag einigten.

Dieser Kompromiss stieß auch bei den anderen demokratischen Fraktionen auf Zustimmung und sorgte für anhaltenden Applaus der Zuschauenden.

Vorausgegangen war die Ankündigung der Schließung der Kita Elfenwiese im Sommer 2026 infolge eines über Jahrzehnte entstandenen Sanierungsstaus am Gebäude. Schäden durch Marderbefall entwickeln sich nicht plötzlich, sondern sind Ausdruck unterlassener Instandhaltung. Verantwortlich ist der Gebäudeeigentümer, die Freie und Hansestadt Hamburg. Während der erforderlichen Sanierung ist ein Kitabetrieb am Standort Elfenwiese nicht möglich. Die betroffenen Kinder wechselten teilweise bereits an andere Standorte und sehen sich dort mangelhafter Barrierefreiheit gegenüber. Der Träger bereitet hierfür Übergangslösungen vor, bei denen vertraute Fachkräfte und inklusive pädagogische Konzepte möglichst erhalten bleiben. Entscheidend für das Gelingen ist eine konstruktive Zusammenarbeit von Eltern, Pädagog*innen und Träger im Interesse der Kinder.

Die Stadt ist als Eigentümerin verpflichtet, über Sanierung oder Abriss zu entscheiden – Nichtstun ist keine Option“, stellt Michael Sander, Co-Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN Bezirksfraktion, klar. „Die beste Unterstützung für die Kinder ist es, wenn Eltern und Pädagog*innen zusammenarbeiten und nach guten Lösungen für die Kinder suchen. Die Kinder sollten hier im Mittelpunkt stehen.

Die Bezirksversammlung fordert mit ihrem Beschluss die zuständigen Fachbehörden auf, sicherzustellen, dass die Standards für die inklusive frühkindliche Bildung erhalten bleiben, und spricht sich dafür aus, dass die derzeit von der Kita Elfenwiese genutzten Flächen auch perspektivisch dafür vorgesehen bleiben und nicht dauerhaft für andere Zwecke umgenutzt werden.

Die betroffenen Familien und der Träger können nun davon ausgehen, dass die Fraktionen in der Bezirksversammlung in den kommenden Monaten sehr genau beobachten werden, ob alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, die betroffenen Kinder bestmöglich zu unterstützen. Federführend wird dabei der Jugendhilfeausschuss sein, der thematisch für die Kindertagesbetreuung zuständig ist.