Wohnungsbau

Das Problem der überhöhten Mieten hat sich zur zentralen sozialen Frage Hamburgs ausgewachsen. Es trifft junge Menschen in der Ausbildung ebenso wie Familien, Singles oder Senior*innen.

Wir GRÜNE setzen uns seit langer Zeit konkret für mehr sozial geförderten Wohnraum ein und nehmen die privaten Bauunternehmen stärker in die Pflicht, effizienter zu bauen und günstigeren Wohnraum anzubieten – ohne dabei auf energetische Standards zu verzichten. Darüber hinaus wollen wir Baugemeinschaften und Genossenschaften weiter als wertvolle Alternative fördern, die vielfach Wohnen und gemeinsames Leben enger zusammen denken.

All diese notwendigen Schritte führten und führen zu Konflikten zwischen Wohnungsbau und dem Naturerhalt in unserer Stadt. Für uns GRÜNE gilt: Beides ist wichtig. Und wenn man es klug anstellt, geht es auch zusammen.

Der Zuzug in die Stadt ist ungebremst. Es ist keine Lösung, dass diejenigen, die sich in Hamburg keine Wohnung leisten können, ins Umland ausweichen müssen und die Stadtbewohner mit ihrem Pendlerverkehr belasten. Also brauchen wir mehr Wohnraum in der Stadt – für alle sozialen Schichten. Wir wollen, dass in Harburg mindestens 1000 Wohnungen pro Jahr genehmigt und gebaut werden, davon mindestens 30% mit öffentlicher Förderung. Den aktuellen Trend, dass die Zahl der Sozialwohnungen sinkt, wollen wir langfristig umkehren. Damit diese nicht wie bisher nach 10 oder 15 Jahren aus der Sozialbindung fallen, wollen wir die Bindungsfristen deutlich verlängern.

Baugemeinschaften sind eine Möglichkeit, selbstbestimmt, kostensparend und trotzdem verdichtet zu bauen. Wir wollen die (bisher wenigen) Baugemeinschaftsprojekte in Harburg vervielfachen. Zudem setzen wir uns für barrierefreien, generationsübergreifenden Wohnungsbau und für inklusives Wohnen ein. Auch neue Wohnformen wie z.B. eine Kombination aus familiengerechten größeren und kleineren Studierenden- und Senor*innenwohnungen sollen die Vielfalt im Wohnungsbau stärken.