Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD haben am 17. März einen gemeinsamen Antrag in den Hauptausschuss der Bezirksversammlung Harburg eingebracht. Ziel ist die Einladung von Expert*innen der Schulbehörde in den Ausschuss für Bildung und Sport, um den Schulentwicklungsplan (SEP) 2025/26 vorzustellen und dessen Auswirkungen auf Harburger Schulen zu erörtern. Der Plan sieht unter anderem massive Investitionen in 44 neue Schulen sowie den Ausbau bestehender Kapazitäten vor, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.
Der Antrag benennt fünf zentrale Aspekte, die im Rahmen der Anhörung vertieft werden sollen: die Maßnahmen zur Steigerung der Schulqualität, den Ausbau der Ganztagsbetreuung, die konkreten Inhalte des Startchancen-Programms zur Förderung benachteiligter Standorte, die geplanten Neubauten und Erweiterungen in Harburg sowie die aktuelle Bedarfsentwicklung. Besonders relevant ist die Frage, in welchen Stadtteilen weiterhin ein wachsender Bedarf besteht und wo dieser rückläufig ist.
„Der Schulentwicklungsplan ist ein wichtiger Schritt, um Bildungsgerechtigkeit in Hamburg voranzubringen – besonders in Harburg, wo der Bedarf an modernen Schulplätzen und ganztägigen Betreuungsangeboten stetig steigt“, erklärt Regina Marek, bildungspolitische Sprecherin der Grünen Fraktion in der Bezirksversammlung Harburg. „Mit dem Startchancen-Programm setzen wir gezielt an benachteiligten Standorten an, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Unsere Initiative soll sicherstellen, dass die konkreten Pläne transparent diskutiert und die Interessen der Harburger Schulen angemessen berücksichtigt werden.“
Der Schulentwicklungsplan 2025/26 ist Teil der Hamburger Bildungsoffensive und knüpft an das Startchancen-Programm des Bundes an, das von 2025 bis 2035 läuft. Mit einem Fokus auf Qualität, Ganztagsausbau und sozialer Balance soll der Plan die Grundlage für eine zukunftsfähige Schullandschaft in Hamburg legen. Die Anhörung im Ausschuss für Bildung und Sport soll noch im ersten Halbjahr 2026 stattfinden.
