Integration und Inklusion

Zuwanderung und das Miteinander verschiedener Kulturen haben in Harburg eine lange Tradition. 43% der Menschen in unserem Bezirk haben einen Migrationshintergrund. Bei den unter 18-jährigen sind es sogar gut zwei Drittel. Das bereichert unseren Bezirk – wenn wir es schaffen, das soziale Miteinander zu gestalten. Das ist unser Ziel.

Unterschiedliche kulturelle Wertvorstellungen finden ihren Ausdruck oft in Konflikten und Parallelgesellschaften, die wir überwinden wollen. Wir GRÜNE haben das Harburger Integrationskonzept „Zusammenarbeit in Eigenverantwortung“ maßgeblich mit- und weiterentwickelt. Wir sind der Überzeugung, dass Großunterkünfte nicht für gelungene Integration stehen und setzen uns deshalb für kleinere, dezentrale Unterkünfte ein.

Wir fördern Frauen in ihrer Selbstbestimmtheit und achten die Ausübung der Religion, solange Frau und Mann dieselben Rechte haben. Integrationsarbeit mit Schutzsuchenden soll bereits in der Erstaufnahme mit Sprachkursen, der Vermittlung unserer Werte und Extremismus-Prävention beginnen.

Wir wollen die Teilnahme am politischen und gesellschaftlichen Diskurs möglichst vieler Harburger*innen mit Migrationshintergrund fördern. Deshalb machen wir GRÜNE uns stark für die Fortführung der von uns mit angeschobenen und erfolgreichen Interkulturellen Meile (Fest der Kulturen) auf dem Harburger Rathausplatz.

Wir unterstützen den Harburger Integrationsrat, der als Brückenbauer zwischen Politik, Anwohner*innen mit unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen wirkt. Die Integrationskonferenzen sollen weiterhin unterstützt und gefördert werden.

Die Angebote für Senioren*innen mit Migrationshintergrund sollen ausgebaut werden. Wir wollen mehr Deutsch- und Integrationskurse mit Kinderbetreuung anbieten, damit Frauen diese Kurse leichter besuchen können. Und wir wollen lokale Projekte zur besseren Arbeitsmarktintegration (wie z.B. W.I.R = Work in Integration for refugees) stärken und ausbauen.

Kinder und Jugendarbeit
Wir setzen uns für ausgebildete Kulturlotsen und psychologische Beratung an Schulen ein, um Verständigungsprobleme zwischen Eltern und Lehrern zu überwinden und traumatisierten Kindern fachkundige Hilfe zukommen zu lassen.

Aber auch außerhalb der Schule brauchen Kinder und Jugendliche Orte der Gemeinschaft. Sie helfen bei der Integration, wo soziale Ausgrenzung und Benachteiligung drohen oder bereits stattfinden. Wir unterstützen die Straßensozialarbeit, die Jugendliche dort anspricht, wo sie sich aufhalten.

Inklusion
Schulen, an denen viele Kinder mit Förderbedarf lernen, brauchen eine bessere Personalausstattung als bisher. Inklusion kann nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Hier wollen wir uns in der Bezirkspolitik für mehr Förderung durch die Freie und Hansestadt Hamburg einsetzen. Unser Anliegen ist es, dass der Gedanke der Inklusion über die Schulen hinaus in der Gesellschaft verankert wird.