Schulen und Kitas

Alle Eltern sollen wissen, dass sie mit der Aufgabe, ihren Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen, nicht alleingelassen werden. Es ist auch eine öffentliche Aufgabe. Nur so können Bildungs- und Chancengerechtigkeit erreicht werden. Deshalb wollen wir, dass alle Eltern ab dem 1. Lebensjahr ihrer Kinder einen Kitaplatz in Anspruch nehmen können, und zwar nicht nur halbtags.

Eine gute und zuverlässige Kinderbetreuung ist für viele Frauen eine Voraussetzung dafür, berufstätig sein zu können. Wir setzen uns sowohl dafür ein, dass Kinderbetreuung nicht nur Frauensache ist, als auch für eine gute und zuverlässige Kinderbetreuung hier im Bezirk. Damit senken wir auch das Armutsrisiko, das besonders alleinerziehende Frauen trifft.

In Harburg fehlen viele Kitaplätze, vor allem 5-Stunden-Plätze. Wir wollen, dass dieser Mangel zügig und offensiv behoben wird. Der Bezirk muss potenziellen Trägern attraktive Flächen und Räume anbieten, damit in Harburg mehr Kitas geplant und gebaut werden.

Die Räume und das Gelände sollen so gestaltet werden, dass sich Kinder dort gerne aufhalten. Gute Schulen in ausreichender Zahl und Vielfalt darf es nicht nur in wohlhabenden Stadtteilen geben. In Anbetracht des Lehrermangels wollen wir, dass der Bezirk Harburg Angebote entwickelt, die es für Lehrer*innen attraktiv machen, in unsere Schulen zu kommen.

Das Konzept „Fifty-Fifty“ für Einsparungen von Energie, Wasser und Abfall an den Schulen hat sich bewährt und muss beibehalten werden. Es schont die Umwelt und vermittelt den Kindern frühzeitig, wie wichtig ein sparsamer Umgang mit Ressourcen ist. Wir wollen, dass mehr Kitas und Schulen Frischküchen bekommen, wo Essen zubereitet statt nur aufgewärmt wird. Eine gesunde Ernährung in Kitas und Schulen tut den Kindern gut und sensibilisiert Eltern für dieses Thema.

Mitsprache und Beteiligung sind elementare Bestandteile der Demokratie. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Das Bezirksverwaltungsgesetz schreibt vor, dass Kinder und Jugendliche an der Planung aller Maßnahmen beteiligt werden müssen, die sie betreffen. Hier liegen Anspruch und Wirklichkeit noch weit auseinander. Wir wollen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche aktiv an diesen Prozessen beteiligt werden. Die Chance auf Beteiligung darf nicht auf Kinder und Jugendliche mit einem höheren Bildungsgrad beschränkt sein, sondern muss in besonderem Maße benachteiligte Kinder und Jugendliche berücksichtigen.

Wir fordern regelmäßig stattfindende Harburger Jugendkonferenzen, die mit Bezirksgeldern finanziert werden. Hier sollen Kinder und Jugendliche sich austauschen, an gemeinsamen Projekten arbeiten und sich in gesamtgesellschaftliche Prozesse einbringen können.