Hamburg als „Welcoming City“ – Weiterentwicklung des Hamburg Welcome Centers

"Welcome" CC-BY-NC-ND-2.0 Krissy Venosdale
Antragsteller*In Tülin Akkoc und Fraktion
Status weitere Infos zu diesem Antrag in Informationssystem der Bezirksversammlung unter Drucksache 20-1554 hier
Datum 13. Mai 2016

Antragstext

Rund 80.000 Menschen wählen jedes Jahr Hamburg als neuen Lebensmittelpunkt. Um gerade in der ersten Zeit das Einleben zu erleichtern, steht seit 2007 das Hamburg Welcome Center als Anlaufstelle zur Verfügung. Neben hoheitlichen Leistungen (Aufenthaltstitel und Melderecht) beinhaltet das Beratungsangebot den Allgemeiner Neubürgerservice, Bereich Ausbildungs- und Arbeitsmarkt und Anerkennungsberatung.

Der Fokus beim HWC lag anfangs noch auf der Zielgruppe der erfahrenen Fachkräfte und Führungskräfte und liegt mittlerweile auch auf potentiellen Fachkräften wie Azubis und Studierenden.

Mit der Drucksache 20-14264 vom 13.05.2015 hat der Senat die Weiterentwicklung des Hamburger Welcome Centers vorgestellt. Die Hamburger Verwaltung und ihre Dienststellen sollen sich unter dem Leitbild der „Welcoming City“ stetig weiterentwickeln. Bundesweit wird die Thematik auch unter dem Paradigmenwechsel vom „Ordnungsgedanken“ zum „Willkommensgedanken“ in den Ausländerbehörden diskutiert.

In der o.g. Drucksache zur Weiterentwicklung des HWC heißt es, dass das Hamburg Welcome Center als zentraler Dienstleister die bezirklichen Dienststellen bei ihrer serviceorientierten Kundenbetreuung unterstützen sowie das Hamburg Welcome Portal für bezirkliche Informationsangebote öffnen soll, damit die Willkommenskultur in den Ausländerdienststellen ressourceneffizient gestärkt wird. Darüber hinaus sollten gemeinsame Konzepte zur interkulturellen Öffnung entwickelt sowie gegenseitige Hospitationen etabliert werden. Die Bezirke haben ein Konzept für Personalschulungen zur Serviceorientierung entwickelt, das Ende 2014/ Anfang 2015 in Zusammenarbeit mit dem ZAF pilotiert wurde. Zudem sollten die bezirklichen Ausländerdienststellen zukünftig stärker mit den Migrationsdienststellen für Erwachsene und Jugendmigrationsdiensten in den Bezirken zusammenarbeiten. Im Rahmen der Weiterentwicklung wurde auch die „Zentrale Anlaufstelle Anerkennung“ (ZAA) und das Projekt „Make it in Hamburg!“ in das HWC integriert.

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, zeitnah eine Zuständige oder einen Zuständigen vom Hamburg Welcome Center und eine Zuständige oder einen Zuständigen der bezirklichen Ausländerbehörde Harburg in den nächsten Ausschuss Soziales, Bildung und Integration einzuladen, um über die Umsetzung der oben genannten Ziele zu berichten. In diesem Zusammenhang sollte auch über die Zusammenarbeit mit der TU-Harburg und den Migrationsdienststellen in Harburg berichtet werden.