Der Senat lehnt die Entlassung von Moorburg aus dem Hafenerweiterungsbiet ab und verhindert damit eine städtebauliche Entwicklung von Moorburg und eine sichere Zukunftsperspektive der Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes!

Dem Antrag der Grünen Fraktion „Moorburg raus aus der Hafenerweiterung und Sanierung der leerstehenden Häuser der SAGA“, der von allen anderen Parteien der Bezirksversammlung Harburg beschlossen wurde, will die Wirtschaftsbehörde nicht folgen, das geht aus ihrer Antwort der hervor. In der Begründung heißt es, „das Erweiterungsgebiet Moorburg (Zone I) bietet vor allem die einzige Möglichkeit, für Umschlagsflächen mit seeschifftiefen Liegeplätzen.“

Auf dem Teil des Hafenerweiterungsgebiets Moorburg (Zone I), der seeschifftiefe Liegeplätze bietet, befindet sich jedoch bereits das Containerterminal Altenwerder. Der Moorburger Ort entlang dem Moorburger Elbdeichs und dem Moorburger Kirchdeich hat keinen Anschluss an Elbe und Hafen.  Zwischen dem Containerterminal Altenwerder und dem Ort Moorburg liegt der Schlickhügel, damit ist eine Erweiterung des Containerterminals in Richtung Moorburg unmöglich und die Argumentation der Wirtschaftsbehörde hinfällig.

Keine Antwort wird zum Hafenerweiterungsgebiet Moorburg (Zone II) gegeben, dem Teil von Moorburg, der westlich der Waltershoferstraße liegt und ebenfalls keinen Anschluss an Elbe und  Hafen hat oder jemals bekommen wird. Auch für diesen Teil von Moorburg gilt, dass die Erweiterung des Hafens auf diesen Flächen nicht notwendig und sinnvoll ist, darauf geht die Wirtschaftsbehörde in ihrer Antwort jedoch überhaupt nicht ein.

Die Wirtschaftsbehörde argumentiert mit einem weiter wachsenden Handelsvolumen im Hafen und damit, dass zusätzlich Flächen für den Hafen bereitgestellt werden müssten. Prognosen sagen voraus, dass der Hafenumsatz nicht steigt, sondern stagniert. und es gibt derzeit einen erheblichen Flächenverbrauch im Hafen, bei nur geringer Auslastung. Hafennutzung sollte jedoch, genauso wie zurzeit die Wohnnutzung auf dem Gebiet der Stadt Hamburg, unbedingt verdichtet werden.

Die Frage nach der Sanierung der leerstehenden Häuser der SAGA einschließlich der beiden denkmalgeschützten Häuser aus der Anfrage der Grünen wird von der Behörde für Stadtentwicklung noch immer nicht beantwortet, nachdem die Fraktion bereit vor einem Jahr nachgefragt und keine Antwort erhalten hat. Die SAGA ist offensichtlich nicht daran interessiert oder nicht in der Lage, die leerstehenden Häuser endlich zu sanieren und zu vermieten, das ist bei der derzeitigen Wohnungsknappheit skandalös 

Dazu Dr. Gudrun Schittek, Sprecherin für Süderelbe der Grünen Fraktion: „Das Festhalten an den alten Plänen von 1982 zur Hafenerweiterung ist nicht mehr zukunftsorientiert und zeitgemäß. Die Umschlagszahlen im Hafen stagnieren. Wenn es Flächenbedarf geben sollte, lässt sich dieser durch Verdichtung und Umnutzung der bestehenden Hafenflächen erfüllen. Hamburg sollte dringend den Stadtteil Moorburg aus dem Gebiet der Hafenerweiterung entlassen und endlich eine städtebauliche Entwicklung ermöglichen. Die SAGA muss zügig die leerstehenden Häuser sanieren und vermieten, einschließlich der beiden denkmalgeschützten Häuser. Anstatt Vorratshaltung für den Hafen zu betreiben, könnten auch Gewerbeflächen südlich von Moorburg bis zum Fürstenmoordamm, beispielsweise zur Erweiterung des Technologieparks ausgewiesen werden.“ 


Rückfragen an Dr. Gudrun Schittek, Sprecherin für Süderelbe Tel.: 0171 4882426

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