Grüne Harburg fordern: Moor bei Bostelbek muss unter Naturschutz gestellt werden!

Nach der am 6.11. bekannt gewordener Entscheidung der Daimler AG, ihr Werk in Bostelbek nicht zu erweitern, fordern die Grünen in Harburg, das Niedermoor östlich der A 7 und südlich des Fürstenmoordamms als wichtigen CO2-Speicher unter Naturschutz zu stellen.

Vor knapp einem Jahr hatte die Bezirksversammlung Harburg der Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Heimfeld 54 zugestimmt – allerdings unter hohen Auflagen. Diese bezogen sich u.a. auf die Ausgleichsflächen, auf den Baustandard sowie auf das Mobilitätskonzept.

„Wir haben der Einleitung des Bebauungsverfahren letztes Jahr nur zähneknirschend zugestimmt“ so Andreas Finkler, Sprecher des Grünen Kreisverbands und Sprecher für Stadtentwicklung Fraktion der Grünen in der Bezirksversammlung Hamburg-Harburg. „Neben den Auflagen war für uns aber immer klar, dass die Festsetzung als Industriegebiet ausschließlich der Standortsicherung und Verbesserung der Transportketten des Mercedes-Benz-Werks dienen und nicht für beliebige andere Nutzungen zur Verfügung stehen darf.“

Auf den ca. 21 ha großen Erweiterungsflächen befinden sich heute sehr wertvolle Niedermoorböden von hohem ökologischen Wert, die besonders streng geschützte Tier- und Pflanzenarten und gesetzlich geschützte Biotop-Typen beherbergen.

Dr. Cornelia Bartsch, Co-Sprecherin des Kreisverbandes fordert den Senat des weiteren auf, diese Flächen nach dem Rückzug von Daimler aus der Vermarktung der Hamburg Invest zu nehmen und unter Naturschutz zu stellen.

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