Urban Gardening in Harburg entwickeln und fördern

In einem Antrag bitten wir die Bezirksverwaltung, konkrete Möglichkeiten und Perspektiven zur Anregung, Umsetzung und Unterstützung von Urban Gardening-Projekten im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz vorzustellen.

Urban Gardening ist gemeinschaftliches Gärtnern in der Stadt. Meist nutzen Initiativen und Projekte kleine, städtische Flächen. Was einst in New York seinen Anfang nahm, hat sich in vielen Städten etabliert. Auch in Hamburg sind bereits eine Reihe von Projekten bekannt,  wie z.B. der Fuhlsgarden in Barmbek, das Gartendeck in St, Pauli, die Tomatenretter an der Dove Elbe, der Interkulturelle Garten Hamburg-Wilhelmsburg, der Bahrenfelder Luthergarten Baluga und der Nachbarschaftsgarten Neuwiedenthal.

Diese Form des Gemeinschaftsgartens verbindet über  kulturelle und soziale Grenzen hinweg. Menschen unterschiedlicher Herkunft, Einkommenslage, Familiensituation und verschiedenen Alters arbeiten zusammen. In der Anonymität der Großstadt entwickeln sich diese Projekte zu Inseln für Zusammenhalt und Gemeinwesen. Neben dieser sozialen Funktion hat Urban Gardening auch den wichtigen Effekt, dass das klassische „Gärtnern“ den Kreislauf der Natur und die Pflege von Pflanzen ins Bewusstsein rückt. Dadurch bekommen auch Umwelt und  Lebensmittel einen neuen Stellenwert. Insbesondere Stadtkinder profitieren von diesen Formen  des urbanen Gärtnerns. Denn man kann nur schätzen und schützen, was man kennt. Unter dieser Devise wollen wir im Bezirk Harburg Projekte zum Urban Gardening anstoßen. Der Bezirk kann solche Initiativen anregen und unterstützen, indem er Rahmen- und Gelingensbedingungen schafft und offensiv kommuniziert und unterstützt.

Solche Rahmenbedingungen zum Gelingen derartiger Projekte sind:

Know how schaffen: Urbane Gärtner sind häufig Anfänger ohne gärtnerische Vorkenntnisse. Für den Erfolg ihrer Projekte brauchen sie  Garten-Know-how. Gefordert sind hier Informationsangebote zu gärtnerischen Grundlagen und organisatorische und juristische Kenntnisse. Hilfreich ist auch die Anlage von Modellgärten im Bezirk.

Kommunikation von geeigneten Standorten und Hilfsangeboten:  Die Gartengründung beginnt in der Regel mit der Suche nach einem Grundstück und den Verhandlungen um die Erlaubnis zu dessen Nutzung. Es geht hier um die Ermittlung und Bekanntmachung von Flächenpotenzialen, die sich für Urban-Gardening Projekte  eignen und die hierfür genutzt werden können. Informations- und Kommunikationsstrukturen auf der Homepage des Bezirks, in den sozialen Medien und ggf. auch in Printform schaffen hier Orientierung und Transparenz.

Einbeziehung in die Stadtteilarbeit: Urban Gardening als partizipatives  Modell zur Gestaltung von Stadtgrün ist ein niederschwelliger Beitrag lokaler Bürger*innenbeteiligung. Die Integration in die Stadtteilarbeit über bestehende Stadtteilbeiräte ist sinnvoll. Eine Kontaktaufnahme der Verwaltung zu den Beiräten zu Möglichkeiten der Umsetzung von lokalen Urban Gardening Projekten ist hier zielführend.

Mittel: Jedes Projekt  braucht logistische Unterstützung und steht früher oder später vor größeren und kleineren Anschaffungen. Um ein Scheitern zu verhindern, ist ein kleines Budget zumindest für die Startphase zu kalkulieren und zur Verfügung zu stellen.

Hier geht es zu unserem Antrag: https://sitzungsdienst-harburg.hamburg.de/ri/vo020.asp?VOLFDNR=1008398

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