Tempo 30-Antrag im Ernst-Bergeest-Weg teilweise erfolgreich

Zumindest teilweise gute Nachrichten gibt es zum Start des neuen Jahres für alle Befürworter*innen einer Tempo-30-Strecke im Ernst-Bergeest-Weg. Wenigstens vor dem Alisea-Seniorendomizil soll Tempo 30 angeordnet werden.

Gemeinsam mit der SPD hatten wir im September die Einrichtung einer Tempo 30 Strecke im Ernst-Bergeest-Weg beantragt. Leider bleibt es jedoch für die Grundschule und die Kita bei der Rechtsauffassung, dass sie aufgrund der Nebenfahrbahn keinen „direkten Zugang“ zur Straße hätten. An dieser Auffassung scheitert sowohl die einzelne Anordnung vor Schule und Kita als auch die von uns erhoffte Verbindung der Tempo-30-Strecken miteinander, was auch dem Einkaufszentrum Marmstorf Tempo 30 beschert hätte.

Michael Sander, Vorsitzender im Ausschuss für Mobilität und Sicherheit: „Ich freue mich sehr, dass die Straßenverkehrsbehörde nun zumindest auf einem Teil des Ernst-Bergeest-Wegs Tempo 30 anordnen wird. Für die Sicherheit und insbesondere das Sicherheitsgefühl der zu Fuß gehenden und Rad fahrenden Kinder und Erwachsenen in Marmstorf wäre es besser gewesen, wenn auch für Schule und Kita eine Lage direkt an der Straße anerkannt worden wäre. Die Unfallrisiken dort werden subjektiv als deutlich höher wahrgenommen als vor der Senioreneinrichtung. Wir werden die Argumentation der Verkehrsbehörde in dieser Hinsicht überprüfen. Die örtliche Straßenverkehrsbehörde verfügt über Ermessensspielräume, die hier aus unserer Sicht nicht ausgeschöpft wurden.“

Zu Bring- und Abholzeiten herrscht vor Schule und Kita zeitweise chaotischer Verkehr. Viele Eltern parken auf der Fahrbahn oder in der Feuerwehrzufahrt der Schule. Kinder im Grundschulalter queren ungesichert beide Fahrstreifen. Der Elternrat der Schule hatte sich deshalb wiederholt für die Anordnung einer Tempo-30-Strecke eingesetzt. Schule, Kita und Seniorendomizil befinden sich innerhalb einer Strecke von ca. 650 Metern. Die Verbindung zu einer durchgehenden Tempo-30-Strecke würde hier Sinn machen, so die Argumentation der Antragsteller*innen.