In der Bezirksversammlung am 04.11. hat die Grüne Fraktion ambitionierten Klimaschutz und die Bedeutung des „Hamburger Zukunftsentscheids“ für Harburg thematisiert.
304.063 Menschen haben beim „Hamburger Zukunftsentscheid“ für das Gesetz für besseren Klimaschutz gestimmt. Damit haben sich eine Mehrheit von 53,2% der abgegebenen Stimmen für ein sozialverträgliche Strategie entschieden. Sarah Pscherer, Fachsprecherin für Klima, Umwelt und Verbraucherschutz der GRÜNEN Bezirksfraktion dazu: „Wir haben uns dafür entschieden uns zuzutrauen, fünf Jahre früher klimaneutral zu werden. Das bringt nicht nur große Herausforderungen mit sich, sondern auch große Chancen. Früher klimaneutral zu sein, heißt auch früher saubere Straßen zu haben, weil wir Müll reduzieren. Es heißt früher dank unserer Natur saubere Luft zu haben. Es heißt, freier zu sein, in dem wie wir uns fortbewegen, weil wir in emissionsfreie Verkehrsmittel investieren. Unser Bezirk ist sehr anfällig dafür, im Sommer immer heißer zu werden. Deshalb sorgen wir jetzt vor und nehmen unsere Klimaziele ernst.“
Auswirkungen des Klimawandels sind lokal sehr unterschiedlich. Die zentrale Herausforderung einer klimagerechten Stadtentwicklung ist es, die Gestaltung mit den Anforderungen von Klimaschutz und Klimaanpassung in Einklang zu bringen. Unter dem Titel „KLIMA – HARBURG HANDELT“ hat das Bezirksamt Harburg ein eigenes Klimaschutzkonzept entwickelt, das 2021 von der Bezirksversammlung beschlossen wurde.
Mehr Schutz und Ausbau von Grünflächen, Bodenentsiegelung und eine blau-grüne Infrastruktur gelten als zentral für die notwendige Anpassungen an den Klimawandel. Der von den Grünen eingebrachte Antrag zur „Sicherstellung wirksamer Finanzierung von Klimaanpassungsmaßnahmen und Stärkung personeller Ressourcen“ wurde in der Bezirksversammlung mit breiter Mehrheit beschlossen.
Ergänzend zum Klimaschutzkonzept folgt nun ein strategischer Leitfaden als Entscheidungs- und Planungshilfe für bezirkliche Klimaanpassungsaktivitäten – das Harburger Klimaanpassungskonzept. Es soll die Harburgerinnen und Harburger gut gegen Gefahren von Extremwetterereignissen wappnen und den Bezirk fit für die Folgen des Klimawandels machen. Wichtig hierbei ist die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger. Denn auch hier gilt: gemeinsame Entwicklung führt zu gemeinsamer Umsetzung.
Die Grünen legen besonderen Wert darauf, dass Bürgerbeteiligung nicht nur als Informationspflicht verstanden wird. Vielmehr ist sie die Einbeziehung der Menschen vor Ort – als Expertinnen und Experten ihres Alltags. Deshalb haben sie sich mit einem Antrag in der Bezirksversammlung dafür eingesetzt, dass bei der Durchführung von Beteiligungsformaten auf die Einbeziehung verschiedener Betroffenheitsgruppen geachtet wird bzw. hierfür geeignete Formate angeboten werden.
Dazu Maike Dieckmann, Fachsprecherin für Stadtentwicklung der GRÜNEN Bezirksfraktion: „Bürgerinnen und Bürger verfügen über wertvolles lokales Wissen und erleben die Auswirkungen des Klimawandels in ihrem Viertel ganz unterschiedlich. Uns ist die wichtig, dass auch Menschen angesprochen werden, die selten an Beteiligungsprozessen teilnehmen: Menschen mit wenig Zeit, mit Sprachbarrieren oder mit geringem Vertrauen in politische Prozesse. Je besser ihre Perspektiven einbezogen werden, desto tragfähiger werden die entwickelten Maßnahmen sein.“
