308 Wahlplakate erfolgreich aufgestellt – ein zentrales Thema wird deutlich

Mit dabei Jürgen Marek

Wir sind uns sicher: Hamburgs grüne Seele bleibt nur dann erhalten, wenn wir GRÜNE weiterhin das Grün schützen. Wir haben in den vergangenen Jahren an vielen Stellen für den Erhalt von Grün und Bäumen, Naturräumen und Kulturlandschaften gekämpft oder für Ausgleichsmaßnahmen gesorgt.

Wir haben ein Bewusstsein dafür geschaffen, dass unnötiger Flächenfraß z.B. durch den Bau einstöckiger Discounter aufhören muss. Der Druck auf Grünflächen für Infrastruktur, Wohnraum und Gewerbe wird auch in Zukunft immens sein. Wir sind überzeugt, dass Hamburg nur dann gesund und lebenswert wachsen kann, wenn wir unsere Umwelt dabei mit-denken.

Wir setzen darauf, keine unnötige Flächenversiegelung vorzunehmen und beim Bauen stärker in die Höhe zu gehen, wo es möglich und sinnvoll ist. Wir wollen zudem mehr Gründächer und Fassadenbegrünungen durchsetzen, um bei jedem Bau auch den grünen Charakter und das Stadt-klima mit zu fördern. Vorhandene Grünflächen wollen wir nicht nur weiter aufwerten, sondern auch neue schaffen, um uns die Natur in die Stadt zurückzuholen. Gerade Parks können hier mehrere Funktionen erfüllen: Natur- und Lebensraum einerseits, Freizeit- und Erholungsort andererseits.

2 Kommentare

  1. Ude

    Diese Aussage ist für mich kaum glaubbar. “ Grünflächen vor Betonflächen „. Nur 200 Meter weiter von diesem Schild im Schafshagenberg wurde aus der naturnahen Straße des Schafshagenbergs zum Appelbüttler Tal eine Straßenbetonwüste mit ca. 600.000 Euro hergestellt. Trotz Hilfebegehrens gegen diesen betonalen Ausbau ist uns von der grünen Fraktion in Harburg weder Interesse noch Unterstützung zuteil geworden.

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    • Jürgen Marek

      Sehr geehrter Herr Ude,
      vielen Dank für die kritischen Anmerkungen auf unserer Grünen-Homepage zum Wahlplakat „ Grünflächen vor Betonflächen“. Hierzu zwei Anmerkungen; ich bin leider jetzt erst auf Ihren Beitrag aufmerksam geworden.
      Der Plakatslogan bezieht sich in verkürzter plakativer Weise auf den nicht nachhaltigen Umgang mit vorhandenen Nutzungsflächen zum Wohnungsbau und den notwendigen Ausbau von Grünflächen.
      Wir brauchen auch in Harburg mehr bezahlbaren Wohnraum, damit auch Bezieher*innen niedriger Einkommen in der Stadt angemessenen wohnen können.
      Nachhaltiges Bauen kennzeichnet sich durch einen schonenden und ökologischen Umgang mit Boden und Fläche. Unverbauter Boden ist eine wertvolle und endliche Ressource. In Deutschland verbrauchen wir davon immer noch 66 Hektar pro Tag, sind also vom politisch proklamierten 30-Hektarziel der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung noch weit entfernt, aber wir haben ja auch noch knapp 2 Jahre Zeit.- Im Zuge fortschreitender Bebauungen ist eine angemessene Bebauungsdichte und damit eine Einschränkung der Flächennutzung eine Notwendigkeit nachhaltigen Handelns.
      Gerade eine dichter bebaute Stadt braucht aber unbedingt Freiräume und den Bezug zur Natur. Dieses betont das Plakat. Daher muss für die grüne Infrastruktur in unserem Bezirk gelten, dass vorhandene zusammenhängende öffentliche Grünanlagen und Parks bewusst als solche hervorgehoben werden und erhalten bleiben und für Nachverdichtungen Tabu sein. Ziel muss auch die Entwicklung von Verbundkorridoren bestehender Ökosysteme sein. Bei der Gestaltung von Parkanlagen sind Lebens- und Aufenthaltsqualität, ökologische Belange und Nutzungsmöglichkeiten ( wie z.B. Parksport) gleichermaßen zu berücksichtigen und auch kleine Grünflächen wie z.B. Straßenbegleitgrün sollen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen entwickelt und geschützt werden.

      Nachpflanzungen von Bäumen im öffentlichen und privaten Raum sollen die zerstörten Werte und Funktionen des Naturhaushaltes und der Orts- und Landschaftsplanung wieder herstellen. Ziel muss insgesamt eine angemessene Grünversorgung verdichteter Stadtteile und die Entwicklung einer Mindestversorgung von Siedlungsflächen mit mehr Stadtgrün sein

      Dieses trifft natürlich nicht auf alle Stadtteile gleichermaßen zu, im Bereich des Schafshagenberges haben wir sicher eine sehr gute „Grünbilanz“, aber dieses gilt nicht generell in Harburg.
      Auch zur „Ertüchtigung“ der Straße Schafshagenberg zum Appelbütteler Tal eine kurze Anmerkung: Wir hatten aus der Grünen Fraktion durchaus positive Kontakte zu Anwohner*innen. Wir haben auch nicht gegen das Bürgerbegehren in der BV gestimmt, sonders uns (gemeinsam mit der FDP) enthalten, da uns auch bewusst war, das eine Übernahme durch die BV eine Evokation durch den Hamburger Senat zu Folge haben würde.
      Zur Beschreibung des Zustandes des Weges eine kleine Anmerkung von mir: es handelt sich objektiv um eine Straße im Kleinverbundpflaster und nicht um zubetonierte Flächen.
      Mit freundlichen Grüßen und dem Angebot eines weiteren konstruktiven Austausches
      Jürgen Marek
      Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN-Fraktion.

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