Grüne und SPD stimmen dem Einleitungsbeschluss der Daimler Erweiterung nur unter Bedingungen zu

Der Stadtentwicklungsauschuss der BV Harburg beschießt die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Heimfeld 54 nur unter hohen Auflagen.

Auf diesem ca. 21 ha großen Gebiet befinden sich heute sehr wertvolle Niedermoorböden von  hohen ökologischen Wertigkeiten, die besonders streng geschützte Tier- und Pflanzenarten und gesetzlich geschützte Biotoptypen beherbergen.

„Moore sind überaus wichtige CO2 Speicher und müssen geschützt werden“ sagt Britta Hermann, Fraktionsvorsitzende der Grünen Harburg.  Mercedes unterstützt die Ziele des Pariser Klimaabkommens, wir sind deshalb überzeugt, dass die Mercedes AG als letztendlicher Nutzer  ebenso an einem Ausgleich dieser hochwertigen Flächen interessiert ist und das auch unterstützen wird, so Herrmann.

Wir sehen durchaus die Vorteile der Werkserweiterung, die mit dieser Maßnahme zur Arbeitsplatzsicherung beiträgt und die mit einem neuen Bahnanschluss, über die ein großer Teil der Transporte abgewickelt werden soll, dazu beitragen kann, Schwerlastverkehre insgesamt zu reduzieren. Trotzdem fordert die Harburger Koalition, dass die Ausgleichsflächen vollständig in Harburg umgesetzt werden müssen und der Projektträger  für die Kosten des Kaufes und der Pflege dieser Flächen aufkommt. Des Weiteren muss der Bau des PCC klimaneutral erfolgen und es muss ein Mobilitätskonzept geben, dass neben dem Nachweis einer umweltfreundlicheren Abwicklung des LKW Verkehres auch neue Mobilitätskonzepte für den Mitarbeiterverkehr vorsehen.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Richter: „Die Zeiten haben sich geändert. Auch Industrie- und Gewerbeprojekte müssen sich den aktuellen Erfordernissen des Klimaschutzes stellen. Deshalb war es uns wichtig, dass die Standards, die bei dem Pilotprojekt einer klimaneutralen Gewerbeentwicklung beim Bebauungsplan „Neuland 23“ entwickelt wurden, auch Maßstab für weitere neue Gewerbeflächen in Harburg werden.“

„Wir müssen in absehbarer Zeit klimaneutral wirtschaften. Jede Maßnahme, die wir in Harburg beschließen muss deshalb so klimafreundlich wie möglich sein. Dieser Verantwortung werden wir mit diesem ausgewogenen Beschluss gerecht.“ sind sich Herrmann und Richter einig.

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