Harburger Grüne begrüßen HVV-Verbesserungen

Die sogenannte Angebotsoffensive II verspricht auch für den Bezirk Harburg einige Verbesserungen im öffentlichen Nahverkehr. Die Harburger Grünen begrüßen die Ankündigungen des HVV, drängen aber zugleich auf notwendige Anstrengungen, die Pünktlichkeit vor allem im S-Bahn-Betrieb zu verbessern. Fabian Klabunde, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Bezirksfraktion in Harburg: „Die Ausweitung des 10-Minuten-Takts zwischen Buxtehude und Neugraben gibt den Menschen in Fischbek, aber auch jenseits der Landesgrenze, mehr Flexibilität beim täglichen Arbeitsweg – und erhöht damit den Anreiz vom Auto auf die Bahn umzusteigen. Das begrüßen wir natürlich.“ Damit allein sei es allerdings nicht getan: „Wenn die Bahn nicht massiv gegen Zugausfälle und Verspätungen vorgeht, nützen auch mehr theoretisch fahrende Züge nichts“, so Klabunde. „Mit Blick auf überfüllte S-Bahnen ist die Ausweitung der Verstärkerlinie S31 bis Neugraben zu begrüßen, ebenso der verstärkte Langzug-Einsatz (ein Langzug besteht aus neun Wagen für insgesamt 1.500 Fahrgäste). In der Vergangenheit fuhren die Züge entgegen der Ankündigungen dennoch häufig mit weniger Wagen.“

Eine lang erwartete Veränderung auf der Strecke der Linien S3 und S31 tritt ebenfalls zum Fahrplanwechsel in Kraft: der Halt an der neuen Station Elbbrücken zwischen Hammerbrook und Veddel. Hier können Fahrgäste in die Linie U4 Richtung Hafencity und Jungfernstieg umsteigen, was den Hauptbahnhof entlastet. Zugleich bedeutet die neue Haltestelle eine geringfügige Verlängerung der Fahrzeit. Wenn perspektivisch vielleicht noch ein neuer S-Bahnhof in Bostelbek eröffnet wird, würde sich die Fahrtzeit weiter verlängern. „Umso wichtiger ist es, dass der Regionalzug RE 5 wieder in Neugraben hält,“ sagt Michael Sander, Verkehrspolitiker der Grünen in Harburg und Vorsitzender des Ausschusses für Mobilität und Inneres (MOBI).

Neben dem vergrößerten S-Bahn-Angebot gibt es auf zahlreichen Harburger Buslinien Verbesserungen. „Besonders freue ich mich über die Taktverbesserung des E30, der künftig X30 heißen wird, vom 30-Minuten-Takt auf einen 20-Minuten-Takt. Das zeigt, dass das Expressbus-Angebot von den Fahrgästen gut angenommen wird,“ so Sander. Ein ähnliches Angebot möchte die Rot-Grüne Koalition in Harburg zwischen Neugraben und Altona einführen. In der letzten Bezirksversammlung am 26. November 2019 wurde ein entsprechender Antrag beschlossen. Eine weitere Forderung der Harburger Grünen wurde mit dem Fahrplanwechsel zumindest zum Teil erfüllt: Die Buslinie 240, die das Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook erschließt, fährt nun in den Hauptverkehrszeiten alle 10 statt alle 20 Minuten. Britta Ost, Bezirksabgeordnete aus Neugraben-Fischbek und ebenfalls Mitglied im MOBI, begrüßt die Verbesserungen: „Durch den 10-Minuten-Takt in den Hauptverkehrszeiten wird die Attraktivität des Busangebots deutlich steigen. Doch auch zu den anderen Zeiten und am Wochenende müssten gerade Randgebiete mit einer guten Taktung angeschlossen sein. Das ist die Voraussetzung, dass eine Mehrzahl der Menschen auf ein eigenes Auto verzichten wird.“ Nachbesserungsbedarf besteht bei der Linie 340. Ost: „Es ist bedauerlich, dass die Übernahme der KVG-Linie durch die Hochbahn nicht genutzt wurde, um die Schulkinder und Anlieger*innen im Ehestorfer Heuweg durch einen verlässlichen Halbstundentakt zu entlasten. Stattdessen schwanken die Abfahrtzeiten ständig zwischen 20 und 60 Minuten.“

Rückfragen gerne an Fabian Klabunde, verkehrspolitischer Sprecher Tel. 01784587625

3 Kommentare

  1. Angelika

    Heute in der Mopo gelesen, das die Grünen sich für bessere Preise im HVV einsetzen. Da kommen Familien, Senioren, Studenten vor, aber was ist mit Arbeitslosigkeit oder Hartz 4 Empfängern? Ich bin auf Jobsuche, habe kein Auto, Bewerbungskosten der Fahrt übernimmt kein Arbeitgeber?! Auch Hartz 4 Empfänger müssen zum Arzt, einkaufen, zum Vorstellungsgespräch.

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    • Michael Frischeisen

      Hallo Angelika, Teil des Konzeptes ist auch Folgendes: „Ein neuer Sozialkartenrabatt ermöglicht zeitlich unbeschränkte Mobilität innerhalb der Hartz-IV-Regelsätze“.

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