Moore schützen, Klima sichern: Unser Antrag für eine transparente Umsetzung des Moorschutzes in Harburg

Moore sind die heimlichen Klimaretter. Als hocheffiziente natürliche CO2-Speicher spielen sie eine entscheidende Rolle beim Erreichen unserer Klimaziele. Doch Moorschutz bedeutet weit mehr als nur Klimaschutz: Er ist essenziell für den Erhalt der Biodiversität und den Schutz unseres Grundwassers. Im Bezirk Harburg, insbesondere in Gebieten wie Neuland und Gut Moor, liegt ein enormes Potenzial, das wir aktiv nutzen müssen.

Mit dem aktuellen Hamburger Moorschutzkonzept der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) sind konkrete Maßnahmen für unseren Bezirk bekannt geworden, die einen hohen ökologischen Effekt versprechen. Dabei geht es nicht nur um Renaturierung, sondern auch um zukunftsweisende Innovationen: Die sogenannte „nasse Landwirtschaft“ (Paludikultur) bietet die Chance, neue, nachhaltige Wertschöpfungsketten zu schaffen – etwa für die Produktion von ökologischen Dämmstoffen oder Papier aus Moorpflanzen.

Gemeinsam mit der LINKEN haben wir daher einen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht. Wir fordern Transparenz darüber, was in Harburg konkret geplant ist und wie die Umsetzung der Maßnahmen voranschreitet. Wir möchten die Verantwortlichen der BUKEA in den Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verbraucherschutz einladen, um über die Umsetzung des Moorschutzkonzepts zu berichten.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Ergebnissen der detaillierten Planung durch die Gesellschaft für ökologische Planung e.V., die im Auftrag des Bezirks an der Entwicklung von Biotopverbundflächen arbeitet. Für uns ist klar: Nur wenn wir die Details kennen und die Planungssicherheit erhöhen, können wir die Umsetzung dieser wichtigen Maßnahmen politisch wirksam unterstützen. Wir setzen uns für ein Harburg ein, das Klimaschutz und regionale Innovationskraft erfolgreich vereint.