B73‑Sanierung – ein Gewinn für Fuß‑ und Radverkehr in Harburg und Neugraben‑Fischbek

Am 28. April haben wir gemeinsam mit der SPD einen Antrag in die Bezirksversammlung eingebracht, der die anstehenden Bauarbeiten an der B73 als Chance nutzt, die Infrastruktur für Fuß‑ und Radverkehr deutlich zu verbessern.

Im Sommer 2026 wird die Deckschicht der B73 von der Landesgrenze bis zum Süderelbebogen erneuert. Im Herbst folgen die Knotensanierungen, im darauffolgenden Jahr die Gestaltung der Nebenflächen mit neuen Fuß‑ und Radwegen. Die Sanierung bietet die Möglichkeit, gleichzeitig bauliche Maßnahmen für mehr Sicherheit, Barrierefreiheit und eine klare Trennung von Verkehrsarten umzusetzen.

Im Antrag werden zehn konkrete Punkte gefordert:

  1. Taktilen Trennstreifen zwischen Geh‑ und Radweg sowie an Querungen, wobei an Querungen sowohl ein Nullabsenkungs‑ als auch ein Kanten‑Bereich vorgesehen werden soll.
  2. Nullabsenkung über die gesamte Radwegbreite an Kreuzungen.
  3. Roteinfärbung aller Radfurten an Knotenpunkten.
  4. Durchgehende Asphaltierung von Radfurten, auch bei Mittelinseln.
  5. Höhengleiche Führung von Fuß‑ und Radverkehr ohne Belagwechsel an Überfahrten.
  6. Sichere Radverkehrsführung an allen Bushaltestellen.
  7. Bauliche Maßnahmen gegen Falschparken auf Sicherheitsstreifen zwischen Parkbuchten und Radweg.
  8. Getrennte Signalisierung von Rad‑ und Fußverkehr an allen Knoten (eigene Ampeln oder gemeinsame Signale mit Kfz‑Verkehr).
  9. Neue Querungsmöglichkeiten am östlichen Arm der Kreuzung B73 / Neugrabener Bahnhofstraße / Süderelbebogen (Fuß‑ + Rad) und am westlichen Arm B73 / Bauernweide / Am Neugrabener Bahnhof (Fuß).
  10. Aufstellflächen für linksabbiegende Radfahrende an den Knoten B73 / Geutensweg / Scheideholztwiete und B73 / Bauernweide / Am Neugrabener Bahnhof, um ein sicheres Einfädeln in den Kfz‑Verkehr zu ermöglichen.

Der Antrag bittet den Vorsitzenden der Bezirksversammlung, sich bei der BVM und dem LSBG dafür einzusetzen, dass bei der B73‑Sanierung im Bereich Neugraben‑Fischbek sämtliche genannten Punkte berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Prüfungen sollen dem Ausschuss für Mobilität und Inneres berichtet werden.

Durch die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen wird die B73 nicht nur modernisiert, sondern zu einer Vorzeigestrecke für sicheren, barrierefreien und attraktiven Fuß‑ und Radverkehr. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und auf ein zukunftsfähiges Mobilitätsnetz in unserem Bezirk.