Vergleich gesunder Ernährung und Bioanteil in Kitas und Schulen

Anfragetext

Gerade in der Ganztagesschule und der Kita ist die Essenversorgung von großer Bedeutung und sollte bestimmte Standards nicht unterschreiten. In den meisten Bundesländern gibt es bislang keine verbindlichen Regeln für die Zusammensetzung dieser Mahlzeiten, so auch im Hamburg vgl.  Drucksachen–Nr.: 20-3131.01 24.10.2017. Die Vorgaben des Landesrahmenvertrages für Kitas „Kinderbetreuung in Tageseinrichtungen“ geben lediglich vor, dass den Kindern ab der 5- Stundenbetreuung (bei 5 Std. abhängig von der Bewilligung) ein warmes Mittagessen und ausreichend Getränke anzubieten sind. Lediglich vier Einrichtungen haben sich zu den Kosten und der Bioqualität der Mittagsportionen geäußert. Drei dieser Einrichtungen bieten auch Bioanteile an. Die Bezugskosten für eine Mittagsmahlzeit werden von dort zwischen 3,00 und 3,28 Euro angegeben.

Der für Bildung zuständigen Behörde liegen bzgl. gesunder Ernährung in Schulen mit Bioanteil keine Informationen vor. Die Antwort erfolgt auf der Grundlage von Selbstauskünften der Caterer nur bezogen auf 11 Grundschulen, Stand September 2017. Einige Harburger Grundschulen werden mit Biofleisch beliefert und nutzen Bioprodukte oder Produkte aus regionalem Anbau. Zwei Schulen werden nach DGE Standards versorgt. Die Kosten für das Essen werden zwischen 3,17 bis 3,76 Euro angegeben.

Berlin gehört bzgl. Standards zu den Ausnahmen: Hier gelten die Standards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), zusätzlich ist geregelt, dass der Bioanteil beim Schulessen mindestens bei 15 Prozent liegen soll.

Diese Maßnahme hat inzwischen zum Erfolg geführt: Es kommen mehr frische Lebensmittel, mehr Bio-Produkte und mehr regionale Erzeugnisse zum Einsatz. Gemüse, Salate, Obst, fettarme Milchprodukte und Fisch stehen häufiger auf dem Tisch, Fleischwaren und süße Speisen hingegen seltener. Zum Teil wird schon ein Anteil von 40 Prozent Bio-Produkten erreicht.

Vor diesem Hintergrund bitten wir die zuständige Fachbehörde um die Beantwortung folgender Fragen:

1.    Wieviel Prozent der Kinder an Harburger Kitas und Schulen nehmen am Essen teil?

2.    In welchen Kitas werden die Standards der DGE einhalten? Wie viele sind dies prozentual?

3.    In welchen Harburger Schulen (Grundschulen, Stadteilschulen, Gymnasien, berufliche Schulen) werden die Standards der DGE eingehalten?

4.    In welchen Harburger Schulen (Grundschulen, Stadteilschulen, Gymnasien, berufliche Schulen) werden regionale und Bioprodukte angeboten? Wenn ja, wie hoch ist der Anteil?

5.    Wie werden die Eltern in den Kitas über das Essensangebot informiert?

6.    Wie werden Kinder beim Essensangebot in der Kita beteiligt?

7.    Wie werden Eltern in den verschiedenen Schulformen über das Essensangebot informiert?

8.    Wie werden Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte beim Essensangebot beteiligt?

9.    Wie viele Caterer beliefern Harburger Schulen, wie heißen diese?

10. Welche Produkte liefern die Caterer?

11. Wie wird die Qualität der Angebote der Caterer überprüft?

12.Werden Küchenerklärungen und klassenweises Mittagessen in das pädagogische Schulkonzept eingebunden?

a.    Wenn ja, bitte ausführen in welcher Form.

 

Übersicht

Antragsteller*In  Britta Herrmann, Jürgen Marek, Regina Marek
Status weitere Infos zu dieser Anfrage in Informationssystem der Bezirksversammlung unter Drucksache 20-3702 hier
Datum 06.04.2018

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